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Trauerhypnotherapie nach Dr. Yager

Nicht nur mit Yager-Code

Bevor Dr. Yager den nach ihm benannten Yager-Code entdeckt und genutzt hat, hat er viele Jahre als Hypnotherapeut praktiziert und hat auch später sowohl tranceinduziert als auch auf der unbewussten oder überbewussten Ebene gearbeitet.

Für die pathologische Trauer hat er tranceinduziert gearbeitet und den Patienten durch folgende Schritte geleitet. Hierbei geht es darum, die Beziehung mit allen Erinnerungen noch einmal auftauchen zu lassen und die Gefühle wahrzunehmen. Dieser Prozess braucht Zeit und der Patient gibt das Tempo vor, nicht der Therapeut. Durch die intensive Beziehung in der Trancearbeit dürfen wir das Du in der Kommunikation nutzen, auch wenn wir unsere Patienten sonst siezen.

Schritt 1: Rückbesinnung und Bestandsaufnahme der Beziehung mit der verlorenen Person

Du bist jetzt in einer entspannten Trance und gehst in der Zeit zurück. Erinnere dich an alle wichtigen Momente mit der verlorenen Person, von der ersten Begegnung bis in die Gegenwart. Was habt ihr gemeinsam erlebt, was gemeinsam geschaffen? Welche Höhepunkte und welche Tiefpunkte gab es? Lass dir Zeit für diese Gesamtschau, lass alles aufkommen, was wichtig ist.

Nachdem du das gemacht hast, gehe in deine Gefühle und nimm sie wahr. Ist dort Wut, Trauer, Verwirrung, Schuldgefühl, Angst, Schmerz oder Einsamkeit? Alles, was du fühlst ist richtig, bewerte es nicht.

Wenn du fertig bist, dann hebe bitte diesen Finger, den ich jetzt berühre.

Schritt 2: Du hast immer das beste getan, was jeweils möglich war

Der Trauerprozess ist oft mit einem starken Bedauern verbunden. Wir bedauern Dinge, die wir getan oder auch nicht getan haben. Wir möchten Worte ungeschehen machen oder es tut uns leid, der verlorenen Person nicht oft genug gesagt zu haben, dass wir sie lieben und wie wichtig sie für uns ist.
In diesem 2. Schritt geht es darum, das der Patient versteht, dass es nichts zu bedauern gibt und dass er entsprechend seinen Möglichkeiten immer das richtige getan hat. Denn hätte er es zu der Zeit besser gewusst, dann hätte er auch anders gehandelt. Wir treffen immer die beste Entscheidung, die wir in einer Situation treffen können. Auch du hast deine beste Entscheidung getroffen.

Nimm dir Zeit für den Prozess und hebe wieder den Finger, wenn du fertig bist.

Schritt 3: Wut und Vergebung

Verlust ist oft auch mit Wut verbunden. Wut über den Verlust, aber auch Wut über Dinge, die in der Beziehung getan oder nicht getan wurden. Die Endgültigkeit, nichts mehr tun oder sagen zu können, macht hilflos und wütend. Wenn du diese Gefühle hast, dann lasse Vergebung geschehe, dir selbst gegenüber und auch der (VP) und lasse mich wissen, wenn du diese Arbeit erledigt hast.

Schritt 4: Eigene Bedürfnisse erkennen

Beziehungen erfüllen Bedürfnisse, sie es, dass wir umsorgt werden, Liebe und Nähe spüren, uns verstanden und zugehörig fühlen oder auch umgekehrt, dass wir für andere sorgen, uns damit gebraucht und wichtig fühlen. Finde heraus, welche Bedürfnisse diese Beziehung in deinem Leben befriedigt hat und „Wer“ oder „Wie“ dieses Bedürfnis zukünftig nun in einem Leben befriedigt werden kann. Informiere mich, wenn du diese Arbeit erledigt hast.

Schritt 5: Schlüsselpersonen identifizieren oder finden

Stell dir deine Beziehungen wie ein Sonnensystem vor, du bist die Sonne im Zentrum und um dich herum kreisen die anderen Planeten, die aber für sich auch wieder Sonnen in ihrem eigenen Leben sind. Wie im Planetensystem haben die anderen Personen eine unterschiedliche Nähe zu uns. Da gibt es die sehr wenigen engen Vertrauten, wie der Partner, die Kinder oder der beste Freund und andere Menschen, die auf weiter entfernten Bahnen kreisen.

Der Verlust hat unser Planentensystem durcheinander gebracht, die Bahnen müssen neu geordnet werden. Manchmal ist es möglich, Personen, die früher weiter von uns weg waren, enger an uns zu binden.
Manchmal ist es möglich, neue Menschen kennenzulernen und ihnen einen Platz in unserem Lebensuniversum einzuräumen.

Manchmal ist auch gar nichts möglich, der Verlust lässt sich nicht ausgleichen oder wir sind nicht dazu bereit. Auch das ist in Ordnung.

Gehe also in deine Gedanken dazu und lasse mich wissen, wenn du deine Gedanken hierzu geordnet hast.

Schritt 6: Du in deinem neuen Leben

Der Verlust hat dein Leben verändert. Das Wegbrechen der Beziehung schafft neue Probleme, aber auch neue Möglichkeiten. Zeit, die früher gemeinsame Zeit war, steht dir nun zur Verfügung, für dich selbst oder auch für andere. Welche Verantwortung willst du damit übernehmen? Mit wem willst du nun diese freie Zeit teilen? Welche Projekte möchtest du voranbringen? Gibt es neue Ideen, die du umsetzen möchtest?

Denke eine Weile über diese Möglichkeiten und dein neues Leben nach, lasse alles zu, was da gerade auftaucht, auch wenn du es nicht weiter verfolgst. Es ist wichtig, zu erkennen, dass es tatsächlich neue Möglichkeiten gibt, auch wenn der Verlust und deine Sorgen wie ein undurchdringbarer Nebel erscheint, der alles Neue grau und dunkel macht. Gib mir eine Signal, wenn du soweit bist.

Schritt 7: Gelernte Lektionen

Jede Begegnung in unserem Leben hat eine Botschaft, auch wenn wir uns dessen eher selten bewusst sind. Menschen, die in unserem Universum kreisen, haben einen ganz besonderen Platz, denn da draußen gibt es so unendlich viele Möglichkeiten für Kontakt und Begegnung und wir können mit nur wenigen unsere Lebenszeit teilen. Je näher der verlorenen Mensch unserem Herzen stand, desto intensiver waren die Emotionen, die dabei aufgetreten sind. Da gab es tiefe Momente von Freude, aber auch Kummer und Verletzungen, die wir uns gegenseitig zugefügt haben. Wir haben gelernt, miteinander umzugehen, den anderen in seinem Sein zu akzeptieren und uns nicht aufzugeben.

Diese wertvollen Lektionen nehmen wir als Erbe in unser neues Leben mit, sie helfen uns, bestehende oder neue Beziehungen besser zu gestalten. Liste diese Lektionen in deinem Geist auf, so dass du sie später aufschreiben und weiter bearbeiten kannst. Gib mir Bescheid, wenn du damit fertig bist.

Schritt 8: Was wünscht dir die verlorene Person?

Denke an die verlorene Person, stelle dir ein Gespräch zwischen euch vor. Wie erlebt sie dich im Moment? Was sagt sie zu dir? Was wünscht sie dir im jetzigen Moment? Sollst du in dieser anhaltenden Trauer sein oder möchte sie dein Glück und deine Freude? Fühle in dich hinein und nimm alle Bilder wahr, die sich zeigen.

Schritt 9: Kontakt zur Seele des Verstorbenen: Sprechen, Zuhören und Verbindung

Nun bist du bereit für einen intensiven Austausch auf Seelenebene. Lass es zu, dass du dich öffnest. Nimm ein Licht war, das heller wird und näher kommt. Es nimmt Formen an, es wird ein Mensch, ein ganz besonderer Mensch, es ist deine verlorene Person.

Jetzt darfst du dich zeigen, begrüße diese materialisierte Seele, die mit dir im Austausch ist. Sage alles das, was du sagen willst und nicht mehr sagen konntest. Sage aber auch alles, was du in der Zeit unterdrückt hast zu sagen, aus Angst vor Verletzung oder Trennung. Du kannst das laut tun oder auch nur in Gedanken, ich werde still sein und warten, bis du mir ein Signal gibst.

Und nun hörst du bitte zu. Höre, was du hören muss, erfahre, was dir verborgen blieb. Gib mir Bescheid, wenn du zufrieden bist und Stille einkehrt.

Nun bist du soweit, dass du die verlorene Person ziehen lassen kannst. Schicke sie mit deiner Liebe fort. Wann immer du den Kontakt brauchst, kannst du die verlorene Person wieder in dein Leben einladen und in diesen Austausch gehen.

Verabschiede dich mit dem Bewusstsein, dass ihr beide nun frei seid und jeder seinen Weg gehen darf. Du darfst dein neues Leben weiterleben, so wie du es dir gestalten willst.

Beende nun diese Trance mit einem guten Gefühl dir selbst gegenüber. mit Vergebung für alles, was war oder nicht sein durfte. Mit Dankbarkeit für alle Geschenke, die du erhalten hast und die dich in deinem neuen Leben weiter begleiten.


„Wenn ihr mich sucht, sucht in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.“ 

Rainer Maria Rilke
Praxis Seelenbar: Dr. Sylvia Springer

Praxis Seelenbar: Dr. Sylvia Springer

Dr. Sylvia Springer ist Gründer der Zen-Reiki-Internetschule, die seit 2002 mehr als 9000 Menschen in Reiki ausgebildet hat. Heute ist sie gemeinsam mit Daniela Betz Inhaber der Praxis Seelenbar in Gerwisch bei Magdeburg und arbeitet erfolgreich als Heilpraktiker für Psychotherapie und Hypnosetherapie.

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