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Geburten in der Vergangenheit – ohne Väter im Kreissaal
Erinnerungen an die Entbindung meiner Tochter 1977
Hallo, ich bin Sylvia Springer, Inhaber der Praxis Seelenbar und möchte hier in diesem Beitrag vielleicht meine persönlichen Erfahrungen mit einer Geburt erzählen, die schon im letzten Jahrhundert stattgefunden hat, nämlich im Jahr 1977. Damals waren Männer im Kreißsaal verpönt. Es gab also gar keine Möglichkeit, einen Partner mitzunehmen oder in irgendeiner anderen Form eine Unterstützung zu bekommen während der Geburt. Ich kann mich noch erinnern, dass ich irgendwie halb drei nachmittags ins Krankenhaus gegangen bin.
Ich hatte daschon ziemliche Wehen hatte und mein Mann mir noch mal einen Kaffee gekocht hat in einer Thermoskanne, damit die Wehen so richtig in Gang kommen. Trotzdem wurde das ein sehr zäher Prozess und ich habe gekämpft, ich war müde, ich war erschöpft.
Schlafmittel- nein danke- ich bringe es hinter mich
Dann fragte mich die Schwester irgendwie kurz nach Mitternacht, ob ich dann irgendwie ein bisschen schlafen möchte. Sie würde mir dann etwas zur Beruhigung geben, aber ich wollte es einfach nur hinter mich bringen. Und als sie dann aber morgens vier sagte, es wird wohl noch eine Weile dauern, dachte ich schaff’s nicht mehr, ich halte es nicht mehr länger aus.
Also es war dann irgendwo schon sehr grenzwertig, ohne Schmerzmittel, das alles durchzustehen. Aber ich habe es geschafft und kurz nach halb fünf war dann mein kleines Mädchen auf der Welt und mit 4180 Gramm ein nicht gerade leichtes Kind. Und den Dammschnitt damals habe ich eigentlich gar nicht gespürt. Das war wahrscheinlich alles so abgedrückt, dass man da nichts brauchte an irgendwelchen Spritzen oder so. Das war einfach nur tot. Ja, das war so meine Erinnerung.
Geburtsvorbereitungskurs im letzten Jahrhundert: was wir gelernt haben über die Geburt
Vorbereitungskurs, da war mein Mann damals mit, da ging es auch das Einüben der Hechelatmung, die einem ja so helfen sollte während der Entbindung. Ja, ich habe auch gut gehechelt. Und ich kann mich nur erinnern, dass ich so gepresst hatte, dass mein ganzes Gesicht voller wie voller Sommersprossen war. Weil ich ganz einfach so pressen wollte und pressen musste, um dieses Kind zur Welt zu bringen. Trotzdem, das ist das Größte, was ich in meinem Leben erlebt habe, gemacht habe.
Und alle anderen Erlebnisse, die danach kamen, Promotion, Habilitation, das Leben, Ableben meiner Eltern zu begleiten, war nichts im Verhältnis zu dem Gefühl, dieses Kind auf die Welt gebracht zu haben.
Ich hätte mir damals diese Unterstützung gewünscht, die ich heute anbieten kann, nämlich mit Hypnose und viel Verständnis über die körperlichen Vorgänge, die eigentlich bei einer Entbindung passieren. Frauen zu begleiten und ihnen zu helfen, dass das Ganze zwar nicht schmerzfreies, es wird immer Schmerzen geben, aber ein gut verkraftbares Erlebnis wird.
Dafür bin ich da und ich freue mich, Sie kennenzulernen und eventuell auch Sie zu begleiten.
Hechelatmung als Geburtsvorbereitung und was mir damals niemand beigebracht hat
Es war ein Gespräch am Rande eines Seminars. Mein Gesprächspartner erzählte von der Geburt seines Sohnes – wie lange es gedauert hatte, wie zermürbend die Stunden für seine Frau gewesen waren. Und plötzlich war ich wieder in meiner eigenen Erinnerung: 14 Stunden. Ohne Schmerzmittel. Und als Vorbereitung darauf? Die Hechelübung aus dem Geburtsvorbereitungskurs.
Ich dachte: Wie anders wäre das gewesen, wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiß.
Was Geburtsvorbereitungskurse oft nicht lehren
Die meisten Frauen gehen heute gut informiert in die Schwangerschaft. Sie wissen, was in ihrem Körper passiert. Sie kennen die Phasen der Geburt, sie haben einen Geburtsplan geschrieben, sie haben Atemübungen geübt.
Und trotzdem erleben viele die Geburt als etwas, das mit ihnen passiert, nicht als etwas, das sie aktiv gestalten.
Das liegt nicht daran, dass diese Frauen zu wenig vorbereitet wären. Es liegt daran, dass ein entscheidender Baustein fehlt: die Fähigkeit, den eigenen Körper auch in extremen Momenten bewusst zu entspannen und das eigene Erleben aktiv zu beeinflussen. Genau das ist es, was Hypnose leistet.
Was Hypnose in der Geburt bewirkt
Hypnose ist kein Zaubermittel und keine Garantie für eine schmerzfreie Geburt. Aber sie ist ein ernstzunehmendes Werkzeug aus der klinischen Psychologie, das seit Jahrzehnten in der Forschung untersucht wird und das in der Geburtsvorbereitung einen messbaren Unterschied macht.
Was konkret passiert: Durch regelmäßiges Üben der Selbsthypnose lernt eine Frau, schnell und zuverlässig in einen Zustand tiefer Entspannung zu wechseln, auch dann, wenn der Körper unter Hochdruck steht. Das hat direkte Auswirkungen auf die Schwangerschaft, den Geburtsverlauf, auf das Erleben der Kontraktionen und auf die Zeit danach. Das Baby profitiert davon noch viele Jahre später, weil der Stress der Mutter einen genetischen Abdruck im Kind anlegt, der nachhaltig ist.
In den folgenden Artikeln dieser Serie werde ich Ihnen zeigen, was die Forschung dazu sagt: wie Stress in der Schwangerschaft das Baby prägt, warum Angst in der Geburt körperlich kontraproduktiv wirkt, und was regelmäßige Entspannung bis auf die Ebene der DNS bewirken kann.
Warum ich zusätzlich mit Hemi-Sync arbeite
In meiner Arbeit verbinde ich die klinische Hypnose mit der Hemi-Sync-Methode. Dabei werden beide Gehirnhälften durch spezielle Klangmuster gleichzeitig stimuliert und in Einklang gebracht. Das vertieft den Entspannungszustand und macht die Hypnosearbeit noch wirksamer – besonders für Frauen, denen es schwerfällt, den Alltagsgeist wirklich loszulassen.
Diese Kombination ist ungewöhnlich. Ich kenne kaum jemanden im deutschsprachigen Raum, der sie in der Geburtsvorbereitung einsetzt.
Wie meine Begleitung in der Schwangerschaft aussieht
Ich arbeite ausschließlich 1:1 – keine Gruppen, kein Audio vom Band. Jede Hypnose, die ich erstelle, ist individuell auf die Frau zugeschnitten, auf ihre Geschichte, ihre Ängste, ihre Stärken.
Wer möchte, kann den Partner von Anfang an einbeziehen. Gemeinsam geübte Entspannung wirkt – und ein Partner, der versteht was in der Geburt passiert und wie er unterstützen kann, ist ein unschätzbarer Begleiter.
Das Programm umfasst mindestens vier Sitzungen während der Schwangerschaft, dazu eine persönliche Selbsthypnose-Aufnahme, die die werdende Mutter regelmäßig hört und so immer tiefer in die Entspannung findet.
Wenn Sie neugierig geworden sind: Ich freue mich auf ein erstes Gespräch. Erzählen Sie mir von Ihrer Schwangerschaft – und wir schauen gemeinsam, was für Sie passt.