Ein Erfahrungsbericht mit fachlicher Einordnung von Winfried Becker, Hypnosegraf
Schmerz ist mehr als ein Signal – er ist Bedeutung. Im Seminar von Frederic Mau wurde spürbar, wie Neurowissenschaft, Sprache und echte Präsenz zusammenwirken, um Schmerz neu zu begreifen und zu verändern.
Dieser Erfahrungsbericht richtet sich an Menschen, die überlegen, dieses Seminar zu besuchen und sich ein fundiertes Bild davon machen möchten.
Worum geht es im Schmerzfrei-Hypnose-Seminar mit Frédéric Mau?
Dieses Seminar war kein Wohlfühlkurs und keine Esoterik, sondern ein klarer Brückenschlag: Neurologie trifft Psychologie, Technik trifft Haltung.
Kernidee: Schmerz entsteht im Gehirn als gedeutete Wahrnehmung. Verändert sich Bedeutung, verändert sich Schmerz.
Frédéric Mau zeigte, wie Rapport, Pacing, Leading und gezielte Imaginationen genutzt werden können, um neuronale Muster respektvoll, evidenznah und praxisorientiert zu beeinflussen.
Die Essenz des Frédéric Mau Hypnose-Seminars – fünf zentrale Erkenntnisse
- Verbindung vor Technik. Therapeutische Wirksamkeit beginnt mit Resonanz, nicht mit Tools.
- Sicherheit reguliert. Das Nervensystem lernt in Ruhe – nicht im Kampf.
- Worte wirken neurobiologisch. Sprache kann wie ein Medikament ohne Nebenwirkungen sein.
- Emotionale Intelligenz ist Kernkompetenz. Wer führen will, muss mitschwingen.
- Haltung heilt mit. Wissenschaft + Empathie = tragfähige Veränderung.
So lehrt Frédéric Mau – Eindruck und Haltung
Vom ersten Moment an prägen Fachlichkeit, Präsenz und Drive den Rahmen.
Frédéric Mau referiert nicht – er lebt, was er sagt.
Das Tempo ist hoch, die inhaltliche Dichte enorm. Die Arbeit ist fordernd und zugleich belebend.
Wer wach bleibt, nimmt viel Substanz mit: klare Modelle, sauber begründete Interventionen und Antworten auf Augenhöhe.
Tag 1 – Neurologische Grundlagen des Schmerzes verständlich gemacht
Schmerz ist keine einfache Gewebemeldung, sondern eine Interpretation im Gehirn.
Strukturen wie das anteriore cinguläre Cortex (ACC) und das limbische System prägen diese Bewertung. Spiegelneuronen machen verständlich, warum Mitgefühl nicht nur emotional, sondern auch körperlich spürbar wird.
Die zentrale Konsequenz: Verändert sich Bedeutung, verändert sich Erleben.
Nicht als Zaubertrick, sondern als Lern- und Anpassungsprozess des Nervensystems.
Ziel ist dabei nicht immer ein vollständiges „Weg“ im Sinne von Heilung. Häufig geht es um Freiheit im Umgang mit Schmerz – Lebensqualität zurückzugewinnen, ohne vom Schmerz beherrscht zu sein.
Tage 2–3 – Praxis, Rapport, Anwendung: Schmerzfrei werden
Rapport wird nicht als Technik verstanden, sondern als beziehungsgetragene Synchronisation.
Geführte Imaginationen und präzise Sprache dienen als Hebel, um bestehende Muster behutsam zu verschieben.
Fragen werden präzise und kollegial beantwortet. Theorie bleibt nicht abstrakt, sondern landet als konkreter Handgriff in der Praxis.
Persönliches Erlebnis (Winfried Becker):
In einer Übung verlagerte sich mein Schmerz spiegelverkehrt – erst stärker, dann lösend. Stunden später konnte ich mit dem vormals schwächeren Bein große Schritte machen; das stärkere war kurz blockiert, danach liefen beide gleich.
Mein Learning: Viel Schmerz ist ein gelerntes Schutzmuster. Mit Sicherheit, Präsenz und passender Sprache lässt sich dieses Muster überschreiben.
Emotional kompetent behandeln – die vier Säulen
- Eigene Emotionen wahrnehmen
- Emotionen anderer wahrnehmen
- Mit eigenen Emotionen reguliert umgehen
- Mit den Emotionen anderer reguliert umgehen
In dieser Perspektive wird deutlich: Heilung entsteht nicht durch Autorität oder Technik, sondern durch Begegnung.
Präsenz ersetzt Kontrolle, Beziehung trägt Veränderung.
Fazit zum Schmerzseminar mit Frédéric Mau
Eines der stärksten Seminare des Jahres – anstrengend im besten Sinne, wissenschaftlich fundiert und zugleich menschlich nah.
Frédéric Mau verbindet Tempo, Klarheit und Haltung. Schmerzfreiheit erscheint hier nicht als Zufall, sondern als Ergebnis von Bewusstsein, Beziehung und einer tragfähigen therapeutischen Haltung.
Sollte er bei Norbert Preetz ein Vertiefungsseminar anbieten, wäre ich wieder dabei.
Eine klare Empfehlung für Kolleginnen und Kollegen aus Hypnose, Schmerz- und psychosomatischer Arbeit.
Für wen besonders geeignet?
Dieses Seminar richtet sich besonders an:
- Therapeutinnen und Therapeuten, die neurobiologisch fundiert arbeiten möchten
- Kolleginnen und Kollegen, die Sprache bewusst als therapeutische Intervention verfeinern wollen
- Praktiker, die Beziehungsqualität nicht als Beiwerk, sondern als zentralen Wirkfaktor verstehen
Ihr nächster Schritt zur Schmerzfreiheit
Wenn Sie verstehen möchten, ob und wie Hypnose Ihren Umgang mit Schmerz erleichtern kann,
lade ich Sie zu einem Kennenlerntermin ein.
Wir schauen gemeinsam, was für Sie sinnvoll ist – ruhig, realistisch und auf Augenhöhe.
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