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Unruhig am Morgen – müde und zerschlagen. Trotz Schlaf. Erschöpfung ohne Ausweg
Wenn der Stress schon am frühen Morgen fühlbar ist
Hallo, ich bin Sylvia Springer, Inhaber der Praxis Seelenbar, arbeite insbesondere mit Hypnosetherapie bei Ängsten, Stress, Selbstwert. Und ich denke, es ist kein Zufall, dass Sie hier auf der Seite gelandet sind. Danke dafür, dass Sie sich Zeit nehmen, das anzuhören oder durchzulesen.
Sie kennen das sicherlich, obwohl Sie eigentlich recht früh ins Bett gegangen sind und meinen, eine normale Zeit geschlafen zu haben, fühlen Sie sich am Morgen einfach nur kaputt. Gerädert und fragen sich, wo es herkommt, wenn Sie morgen sofort unter dieser innerlichen Spannung stehen. Wenn der Körper schon so reagiert, obwohl der Tag noch nicht mal begonnen hat. Dann hat das weniger mit dem Morgen zu tun, als vielmehr mit dem, was davor passiert ist. Eine dieser Ursachen ist die Produktion von Cortisol in Ihrem Körper.
Wie steuere ich die Produktion von Cortisol am besten?
Cortisol ist das Stresshormon, was Ihren Körper aktivieren sollte, wenn es wirklich notwendig ist, aber was oft eben auch ausgeschüttet wird, wenn es gar nicht notwendig ist. Cortisol ist kein Zufallsprodukt, sondern es ist das Ergebnis Ihrer Gewohnheiten, Ihrer Abende und der inneren Zustände.
Was ich selbst sehr klar beobachten konnte, ist, dass der Körper am Abend Ruhe braucht, nicht nur im Außen, sondern auch im Inneren. Und ein ganzer, ganz entscheidender Punkt dafür ist tatsächlich das Essen. Wenn Sie spät essen, selbst leichte Dinge wie ein Apfel oder vielleicht etwas Gemüse, weil Sie meinen, das ist dann was Gesundes, ist Ihr Körper beschäftigt. Verdauung ist Arbeit. Arbeit hält Ihr System aktiv und verhindert damit Ruhe. Für mich habe ich festgestellt, wenn die letzte Mahlzeit deutlich früher stattfindet, zum Beispiel am Nachmittag 4, dann ist der Schlaf ruhiger.
Magnesium Bisglycinat unterstützt einen ruhigen Schlaf
Unterstützend kann auch Magnesium sein, und zwar ein spezielles Magnesium, das Bisglycinat. Zwei Kapseln am Abend eine Stunde vor dem Schlafen, hilft dem Nervensystem herunterzufahren und auch wenn da noch Hunger ist, einfach dann entweder ignorieren oder, was ich für mich selbst auch mache, eine vorbereitete Mischung aus Chia Samen, Zimt und Kollagen, die über den Tag eingeweicht wird. Sieht zwar etwas eklig aus, ist aber durchaus trinkbar. Hilft dem Körper einerseits zur Ruhe zu kommen, etwas Energie bereitzustellen ohne den Körper zu belasten und unterstützt auch noch Ihre Fettverbrennung.
Doch es geht mehr als nur Ernährung. Es geht darum, wie Sie Ihre Abende gestalten was Sie am Abend noch in sich hineinlassen, an Gedanken, Gesprächen, Medien, Stress. Das nimmt der Körper mit in die Nacht und das genau entscheidet darüber, ob Sie morgens ruhig und entspannt aufwachen oder ob der innere Alarmzustand schon wieder begonnen hat.
Cortisolspiegel natürlich senken mit kleinen Ritualen für einen ruhigen Abend
Wenn Sie Ihren Cortisolspiegel natürlich senken möchten, dann beginnt das nicht erst am Morgen. Beginnen Sie die Abende mit weniger Reizen, mit bewusster Entscheidung, mit kleinen Ritualen, die dem Körper Jetzt darf ich loslassen, Handy weg. Eher eine Seite lesen oder ein paar Seiten lesen, als sich unbedingt noch abends den Krimi reinpfeifen. Und dann ist der Morgen ein guter Neubeginn und das Ergebnis einer ruhigen Nacht und die Nacht beginnt schon viele Stunden vorher. Ja, soweit meine Erfahrungen zum Thema und ich freue mich, wenn Sie mir in der Diskussion auch Ihre Erfahrungen mitteilen. Was hat Ihnen konkret geholfen, ruhiger und entspannter zu sein?
So starten Sie entspannt in den Tag – 10 wirksame Schritte
Kennen Sie das? Sie wachen auf, und noch bevor Sie richtig bei Bewusstsein sind, drehen Sie sich Ihre Gedanken im Kreis. Sorgen, To-Do-Listen und vielleicht sogar Angstgefühle tauchen auf. Ihr Körper fühlt sich angespannt, Ihr Herz schlägt schneller. Viele Menschen berichten von dieser morgendlichen Unruhe, die sie schon beim Aufstehen begleitet. Doch das muss nicht so bleiben. Mit einigen bewussten Veränderungen können Sie einen ruhigen Morgen gestalten.
Warum fühlen wir uns morgens unruhig?
Ein wichtiger Faktor für diese Anspannung ist Ihr Cortisolspiegel. Dieses sogenannte Stresshormon erreicht am Morgen sein Maximum, um Ihren Körper in Schwung zu bringen. Während dieser Mechanismus für die meisten Menschen unbemerkt bleibt, kann er bei Sensiblen als Unruhe oder Nervosität wahrgenommen werden. Auch das Gedankenkarussell spielt eine große Rolle: Der Tag beginnt, und Sie machen sich Gedanken darüber, was ansteht. So geraten Sie schon früh in einen Strudel aus Sorgen und Unsicherheiten.
10 Schritte zu einem ruhigeren Morgen
- Verstehen Sie Ihren Körper.
Ihr Cortisolspiegel ist morgens erhöht, um Sie wachzumachen – das ist ein natürlicher Prozess. Versuchen Sie, diesen Vorgang als Teil Ihrer Biologie zu akzeptieren, anstatt ihn als Bedrohung wahrzunehmen. - Stehen Sie direkt auf
Das Liegenbleiben im Bett und Grübeln über den Tag kann Ängste verstärken. Stehen Sie direkt auf, sobald Sie wach sind, um das Gedankenkarussell zu stoppen. - Verändern Sie Ihre Routine
Wenn Sie morgens immer dieselben Abläufe haben, wiederholen Sie sich oft auch die gleichen Gedanken und Emotionen. Kleine Veränderungen können helfen:- Hören Sie eine neue Musik oder ein inspirierendes Hörbuch
- Duschen Sie statt direkt zu frühstücken oder umgekehrt
- Gehen Sie vor dem Frühstück für ein paar Minuten an die frische Luft
- Gestalten Sie Ihr Frühstück bewusst.
Was Sie morgens essen, beeinflusst Ihr Wohlbefinden. Reduzieren Sie Kaffee, Zucker und Weißmehlprodukte und stellen Sie stattdessen auf eine ausgewogene Mahlzeit mit Proteinen, gesunden Fetten und Ballaststoffen. - Schaffen Sie sich ein schönes Morgenritual
Etwas, woraufhin Sie sich freuen, kann Ihren Start in den Tag verändern. Vielleicht hilft Ihnen eine kurze Meditation, Selbsthypnose, Reiki oder andere energetische Techniken, ein Dankbarkeitstagebuch oder eine Tasse Tee in Ruhe. - Atemübungen für einen entspannten Start
Tiefe, bewusste Atmung hilft, den Körper zu entspannen. Eine einfache Übung: Atmen Sie vier Sekunden ein, halten Sie die Luft für vier Sekunden und atmen Sie dann vier Sekunden lang aus. Wiederholen Sie dies ein paar Mal. - Planen Sie den Tag mit Bedacht.
Ein überladener Zeitplan kann schon morgens erdrückend wirken. Setzen Sie klare Prioritäten und nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor. Lassen Sie sich bewusst Pausen für Erholung ein. - Bewegen Sie sich sanft.
Bewegung hilft, Stresshormone abzubauen. Eine kleine Yoga-Einheit, ein Spaziergang oder leichtes Dehnen können Ihren Körper ins Gleichgewicht bringen. - Vermeiden Sie direkte Handy-Scrolling
-Nachrichten, E-Mails oder Social Media direkt nach dem Aufwachen können Unruhe verstärken. Versuchen Sie, in den ersten 30 Minuten des Tages auf Ihr Handy zu verzichten. - Vertrauen Sie sich und Ihrem Körper
Sagen Sie sich selbst: „Ich bin sicher. Ich werde diesen Tag gut meistern.“ Wiederholen Sie diese Gedanken bewusst, um sich innerlich zu stärken.
Fazit: Mit kleinen Veränderungen zur inneren Ruhe
Morgendliche Unruhe ist nichts, weshalb Sie keinen Einfluss haben. Mit bewusst gewählten Veränderungen können Sie Ihre Routine so anpassen, dass Sie ruhiger und entspannter in den Tag starten. Probieren Sie es aus, Schritt für Schritt, und finden Sie heraus, was für Sie am besten funktioniert. Jeder Morgen bietet eine neue Chance für einen ausgeglichenen Start in den Tag.